Ungebrochen ist der Zuspruch der Fahrer zu dieser Veranstaltung nun schon seit über einem Jahrzent und  hat in dieser Zeit nichts an Attraktivität verloren. Die Antwort einer Umfrage, weshalb dieses Turnier auf freiem Feld ohne besonderen Komfort so beliebt ist , lautet: „Weil es so ist, wie es ist, urig, familiäre Atmosphäre, stressfrei, ohne Hektik, mit genügend Freiraum zur eigenen Gestaltung, gute Organisation, ein immer wiederkehrender gütiger Wettergott und eine jährlich stattfindende Weiterentwicklung  der Infrastruktur“. Momentane Defizite bestehen noch im sanitären Bereich.  

Ausgeschrieben waren in diesem Jahr kombinierte Wertungsprüfungen der Klasse A für Ein-und Zweispänner Pferde und Ponys und als Schmankerl am Sonntagmorgen eine Gebrauchsprüfung. Mit eingebunden war die Austragung der Rheinhessen Meisterschaften  und die letztmalige Gelegenheit  Punkte zum PSJ Cup Fahren zu sammeln.

Erweiterung des Geländes

In 2019 konnten nun endlich die rechtlichen Fundamente zur Erweiterung des Vereinsgeländes geschaffen werden, sodass  zwei Fahrplätze dauerhalft nebeneinander zur Verfügung stehen, wobei das neue Areal, dem aufgrund der Witterung noch das nötige Grün fehlte, als Hindernisparcours genutzt wurde. So waren die Voraussetzungen entstanden, die über sechzig gemeldeten  Gespanne ohne Zeitdruck  am Samstag durch Dressur und Hindernisparcours zu schicken. Die großen Starterfelder der Einspänner erforderten getrennte Abteilungen von Pferden und Ponys. Um 9.00 Uhr eröffneten die Einspänner Ponys mit einem Starterfeld von zwanzig Teilnehmern den Dressurreigen. Dr. Astrid von Rauchhaupt siegte mit ihrem erfahrenen Pony Nico Demos vor zwei Nachwuchsfahrerinnen. Janice Emmerich aus dem Saarland belegte Platz zwei und Lea Menger aus Rheinland-Pfalz Platz drei. Das anschießende Hindernisfahren entschied mit einer Nullrunde und in der schnellsten Zeit die hessische Fahrerin Anne Sauer vom RFV Wollmartal für sich. Mit dem Glockenläuten um 12.00 Uhr erfolgte auch der Start zu den Dressurvorstellungen der Zweispänner. Hier gingen Pferde und Ponys gemeinsam an den Start. Zwei rheinlandpfälzische Nachwuchsfahrerinnen zeigten Flagge. Die Siegerschleife nahm Leonie Eisenbarth mit den beiden Freibergern entgegen, Silber holte sich Dana Schöneberger vom gastgebenden Verein  mit den Ponys Vind und Almstürmer und stürmte beim nachfolgenden Hindernisfahren sogar auf Rang eins vor. Bronze ging an Nina Smeets. Am frühen Samstagnachmittag eroberte ein hessisches Damentrio die drei Podiumsplätze der Einspänner Pferde, angeführt von Marie Tischer aus Neu-Isenburg vor Alexandra Keller vom RFV Schaafheim und Katja Jokiel-Gondek aus Weilburg. Nicht genug damit, Marie Tischer beherrschte auch die Szene mit der schnellsten Nullrunde im Hindernisparcours. Bevor man zum gemütlichen Teil des Tages überging, mussten von den Aktiven die Durchfahrten der Geländehindernisse  zur dritten Teilprüfung, dem Gelände am Sonntag, durchlaufen und eingeprägt werden.

Endspurt

Den Sieg der angebotenen Gebrauchsprüfung  am Sonntagvormittag  konnte Katja Jokiel-Gondek für sich verbuchen.

Das Besucherzelt hatte sich zwischenzeitlich gut gefüllt und auch rund um die Geländehindernisse warteten die zahlreichen Zuschauer mit Spannung auf die ersten Gespanne. Eine rasante aber kontrollierte Fahrt, die ihm Rang eins einbrachten, lieferte Christian Litzius bei den Einspänner Ponys ab. Mit guten Leistungen in allen Teilprüfungen dieser Anspannungsart freute sich Lea Menger aus Worms-Abenheim über den Sieg der Kombinierten Wertung. Ein Familien Duell bei den Zweispännern lieferten sich Vater Theo Habich mit seiner Tochter Anja, wobei Theo Habich im Gelände seine ganze Erfahrung einbrachte, den Gesamtsieg aber seiner Tochter überlassen musste. Bei den Einspänner Pferden übernahm Jörg Richter die Führung im Gelände. Hier reichten Marie Tischer Rang vier um sich die Gesamtwertung zu sichern.

Sieger- und Meisterehrungen

Zwischenzeitlich war der Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Rheinhessen, Herr Klaus Colling eingetroffen, um sich einen Überblick zum Turniergeschehen zu verschaffen und an den anstehenden Sieger-und Meisterehrungen teilzunehmen. Er ließ es sich nicht nehmen, die Siegerschärpen und Medaillen bei den Meisterehrungen zur Rheinhessenmeisterschaft anzulegen. Zusätzlich gratulierten der  rheinlandpfälzische Fahrsportkoordinator Theo Bopp und der erste Vorsitzende Ferdinand Werum den neuen Meistern. Der Titel  Rheinhessenmeisterin der Einspänner 2019 ging an Lea Menger vom RFV Worms-Abenheim. Vizemeisterin wurde Dana Schöneberger vom gastgebenden Verein.  Rheinhessenmeister der Zweispänner 2019 darf sich ab sofort Samuel Rudolph, ebenfalls für den RFV Mainz-Gonsenheim am Start, nennen. Mit der Ehrenrunde der neuen Rheinhessenmeister unter dem Applaus der Zuschauer endete dieses Fahrturnier. Der Veranstalter bedankte sich bei allen Helfern, Sponsoren und  Fahrern und freut sich auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr.

Renate Winternheimer