Jugendwartsitzung 12.Januar 2014

Jugendwart Klaus Colling begrüßte am 12. Januar leider nur kleine Gruppe von Jugendvertretern in der Rheinhessen Halle in Hackenheim. Na ja, der Ort liegt wirklich am Rande von Rheinhessen, aber das kann nicht der Grund für die mangelnde Teilnahme gewesen sein. 44 Vereine hat der Verband und da jeder Verein einen Jugendwart haben sollte, hätten genauso viele Vertreter anwesend sein können.

Sechs waren es schließlich und die hatten teilweise an dem Abend sowieso einen Programmpunkt übernommen. Zusammen mit den Kader Mitgliedern (Total Kader 16) waren am Ende gerade 17 Jugendliche erschienen.

Nächster Tagesordnungspunkt die Vorstellung der Lehrgänge. Den Reigen beginnt Simone Becker am 21./22. Februar. Dieser Lehrgang ist jetzt bereits vollkommen ausgebucht. Christoph Niemann wird am 28. Februar und 1. März den Dressurreitern im L-M Bereich zur Verfügung stehen. Erfreulicher Weise gibt es hier noch einige freie Plätze, dies sollte sich jedoch nach dem Kadertreffen ebenfalls schnell ändern. Mit Christoph Niemann konnte hier ein profunder Ausbilder, zweifacher Pferdewirtschaftsmeister sowie Richter bis zu Grand Prix gewonnen werden.

Für die Springreiter konnte wieder  Andreas Wendenburg verpflichtet  werden. Der Lehrgang findet am 14./15. März bei der Wormser Reitervereinigung statt. Da die Anzahl der Springreiter im Regionalverband noch immer überschaubar ist, hat sich der Verband entschieden, für die rheinhessischen Kaderreiter die Lehrgangskosten zu übernehmen.

Ganz schnell war die Wahl des Jugendwartes abgeschlossen. Heinz Keim schlug Klaus Colling vor, aus der Versammlung gab es keine Gegenvorschläge. Der bisherige Jugendwart wurde einstimmig gewählt und nahm wie erwartet die Wahl an.

Klaus Colling nahm die Gelegenheit wahr, die schwache Teilnahme zu kommentieren. Ein Blick in die Liste der Vereine auf der Homepage zeigt, dass bei sehr vielen Vereinen NN statt des Namens eines Jugendvertreters steht. Hier besteht von Seiten des Verbandes, aber auch von Vereinsseite her, großer Nachholbedarf. Nach Möglichkeit sollte jeder Verein einen bekannten Ansprechpartner für die Jugendlichen haben, der dann auch dem Verband bekannt sein sollte.

Klaus stellte noch die Mitglieder des E-Kaders vor, der naturgemäß immer gewissen Schwankungen unterliegt. In diesem Jahr sind es 16 Teilnehmer, genau 8 Dressur- und 8 Springreiter. Die nächste Möglichkeit in den E-Kader berufen zu werden besteht anlässlich der rheinhessischen Verbandsmeisterschaft in Bodenheim. (Alle Kaderreiter sowie die jeweiligen Kriterien findet man auf der Homepage des Verbandes).

Vertreter des Jugendteams hatten eine Präsentation vorbereitet. Unter Leitung von Simone Weil stellten sie abwechselnd die Ideen und Aufgaben dieses Teams vor. Dabei konnten sie auf zahlreiche erfolgreich durchgeführte Projekte zurückblicken und warben natürlich für dieses Team. Zurzeit sind es 15 Jugendliche, die sich alle sechs bis acht Wochen treffen. Es gibt aber keine Altersbeschränkung, jeder ist herzlich willkommen.

Die Projekte sind sehr vielschichtig, anschaulich mit Bildern vorgestellt, wie z.B. die Organisation eines Jugendworkshops, Fahrten zu den DJM 2009 in München mit 30 Teilnehmern und 2010 nach Aachen, jedes Mal durch ein interessantes Rahmenprogramm ergänzt.

Unter der Devise: Von der Jugend für die Jugend wurde im letzten Jahr bereits das fünfte Landespony Turnier organisiert. In diesem Jahr ist der Reitverein Bissingen in Braubach Austragungsort.

Einmal über den eigenen Horizont hinausschauen unter diesem Motto steht die Aktion „ein Tag im D-Kader“ ebenfalls organisiert vom Jugendteam. Nachwuchsreiter hatten hier die Möglichkeit einen Tag zusammen mit einem D-Kader Mitglied zu verbringen.

Stolz ist das Team auf den Bau eines Hindernisses, angefangen von der Gestaltung bis zum fertigen Sprung. Ein Werbeträger schon auf zahlreichen Turnieren. Dort steht er dann nicht nur im Parcours, vielmehr setzt sich das Jugend Team bei der Durchführung des Turniers selbst aktiv ein. Manchmal rufen Teilnehmer und Angehörige zu gemeinsamen Spielen zusammen und sorgen so für abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf größeren Turnieren, wie z.B. der Landesmeisterschaft.

Schade, dass nicht mehr Jugendliche gekommen waren, denn so ging der Aufruf nur an relativ wenige Jugendliche. Aber vielleicht findet sich doch gerade unter diesen der Eine oder Andere, der bereit ist, selbstständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Unter Umständen kann der Verband aus diesem Bereich einmal Leute finden, die sich für ein Ehrenamt engagieren wollen. Klingt alles etwas trocken, aber Simone betonte am Ende der Präsentation, man hat sehr viel Spaß und bestimmt kann eine der vorgestellten Ideen auch einmal durch einen Verein übernommen werden. Kopieren erlaubt und gewünscht.

Von den Anwesenden kamen keine Themen zum Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“. Klaus Colling wies zum Abschluss auf eine unerfreuliche Entwicklung hin, die Pferdesteuer. In Hessen gibt es bereits Kommunen, die eine solche Steuer erheben. Allgemein ist ein Betrag von 200 bis 750 € pro Pferd und Jahr in der Diskussion. Die Rechtmäßigkeit dieser Steuer wurde erstmals auch per Gerichtbeschluss bestätigt. Die ausgeführte Begründung war, hier vereinfacht ausgedrückt: Pferdehalter sind durch ihr Einkommen privilegiert und können sich damit auch diese Steuer wohl leisten. Er bat daher die Anwesenden hellhörig zu sein und dieses Vorgehen bei den Themen Gemeinde- bzw. Stadtratssitzungen genau zu beachten. (Weitere Ausführungen finden man hierzu im Internet). Klaus Blässing, Geschäftsführer vom Pferdesportverband Rheinland Pfalz, ist bei diesem Thema hoch sensibilisiert und daher ein erster Ansprechpartner.

 

Dietmar Rodewald

14.01.2015